Montag, 21. April 2014

Rezension: Cherryman jagt Mr. White

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Autor: Jakob Arjouni
Titel: Cherryman jagt Mr. White
Verlag: Diogenes
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Roman
ISBN: 9783257241679




Klappentext 

Achtzehn Jahre, Ostdeutscher, arbeitslos, Nazimitläufer - der Stoff, aus dem ein deutscher Held ist? Wie viel Gewalt erlaubt die Notwehr? Und wie schmutzig darf man sich die Hände machen beim Griff nach dem Glück?

Meine Meinung

 "Um die Bilder zu vertreiben, habe ich mir andere Bilder zurechtgelegt. Sozusagen als Gegengift, als Notapotheke."

Ich wurde durch einen Tipp auf dieses Buch aufmerksam gemacht und habe es sofort in einem Schwung durchgelesen. Trotz der wenigen Seiten schaffte der Autor es mich sofort in den Bann zu ziehen und das Thema sowohl realistisch als auch schonungslos in Worte zu fassen.
Rick ist 18 Jahre alt und lebt bei seiner Tante im Osten Deutschlands, in dem eine hohe Arbeitslosenrate herrscht, und zeichnet Comics, mit deren Hilfe er aus der Realität flieht. Eigentlich wünscht er sich nur eine Lehrstelle… Als ihm dann plötzlich die örtliche Gruppe rechtsgesinnter Jugendlicher zu genau dieser verhelfen will greift er zu und ahnt nicht welche Folgen dies haben wird.

Wie ich finde, auch eine super Schullektüre, aus der sich viel herausholen lässt. Das offene Ende lässt viel Platz für Diskussionen über Zivilcourage, Recht und Unrecht und greift dieses schon so oft behandelte Thema mal von einer anderen Seite auf.

 "Gestern Morgen haben mich der Ninu und seine Eltern besucht. (...) Die Frau hatte während des ganzen Besuchs glänzende Augen und lächelte mit mitfühlend zu. Befangen waren sie natürlich auch. Immerhin stand vor ihnen der Massakerman."

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