Samstag, 19. April 2014

Rezension: Hexenhammer

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 Autor: Elmar Bereuter
Titel: Hexenhammer
Verlag: Piper
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Historisch
ISBN: 9783492273596




Klappentext 

Deutschland im 15. Jahrhundert: Der Dominikanermönch Heinrich Institoris verfasst die berüchtigte Schrift "Der Hexenhammer", eine verheerende Anleitung zur Hexenjagd. Erstmals in Romanform zeichnet Elmar Bereuter anhand historisch verbürgter Fakten und Dokumente die Entstehungsgeschichte eines der erste "Bestseller" der noch jungen Buchdruckkunst nach.

Meine Meinung

Die Geschichte eines Buches, dass zu einer Flut grausamer und unverzeihlicher Taten führte!

Der Anfang ist für meinen Geschmack etwas zu langatmig. Die Geschichte von Johannes Nider, der Heinrich Institoris' Meinung zwar nicht teilte, dessen Werk aber später trotzdem als Grundlage für den „Hexenhammer“ heran gezogen wurde, hätte auch etwas kürzer geschildert werden können.
Wer nach den ersten 150 Seiten deswegen noch nicht aufgegeben hat wird belohnt, denn ab hier wird die Geschichte richtig angenehm zu lesen und sehr spannend! Denn jetzt erfährt man auch mehr über den Inquisitor Institoris, dem jedes Mittel recht war um die Veröffentlichung seines Werkes durchzusetzen und der vor nichts zurückscheute. Und obwohl zum Glück nicht alle Kirchenoberhäupter seine Meinung teilten und diese als Aberglauben abtaten, konnte dies nicht verhindert werden.

Es ist wirklich schrecklich, wie naiv und beeinflussbar die Menschen damals waren, wie plötzlich jeder gegen jeden hetzte, um nicht selbst ins Visier zu geraten. Dinge, die sie sich nicht erklären konnten (wie z.b. Klimaveränderungen), mussten anderen in die Schuhe geschoben werden – den "Hexen" – willkürlich, absurd, es hätte jeden treffen können. Das ist wirklich beängstigend und hat das Buch für mich noch umso authentischer und spannender gemacht.
Nichts für schwache Nerven!

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