Samstag, 10. Mai 2014

Rezension: Incarceron - Fliehen heißt sterben

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Autor: Catherine Fisher
Titel: Incarceron - Fliehen heißt sterben
Reihe: Incarceron, 1. Teil
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Fantasy
ISBN: 9783442269938


Klappentext

Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis, dessen Inneres aus Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten besteht. Niemand kann von hier entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen. Unzählige Gegner warten auf sie. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt…

Meine Meinung

„Alle Verbrecher, Unerwünschte, politische Extremisten, Verkommene und Geisteskranke wurden dort hingeschafft. Das Tor wurde vor dem Beginn des Experiments versiegelt.“

Es geht um ein Gefängnis für alle Verbrecher, Unerwünschte und Kranke, dass sich selbstständig um alles kümmert (Ernährung, Arbeit etc.) und niemand weiß, wo es sich befindet. Es soll dort wie im Paradies sein aber natürlich ist nicht alles so wie es scheint.

Erzählt wird die Geschichte zum Einen aus der Sicht Finns, der in Incarceron lebt. Er findet einen seltsamen Schlüssel und hat Erinnerungsfetzen an ein Leben außerhalb. (Leider sieht der Schlüssel auf dem Cover nicht so aus, wie der, der in dem Buch beschrieben wird.)
Und aus der Sicht von Claudia, die außerhalb lebt und die Tochter des Hüters von Incarceron ist. Sie ist eine Rebellin und kann sich nicht mit den allgemeinen Erklärungen über das Gefängnis zufrieden geben.
Die Geschichte hat mich daher stellenweise auch ein wenig an Wolfgang Hohlbeins „Infinity – Der Turm“ erinnert.

„Incarceron verschwendet nichts, so wie es auch gedacht war. Es lässt totes Material nicht verkommen, sondern verwertet alles weiter. In seinen Zellen lässt Incarceron neue Insassen heranwachsen.“

In der Geschichte können bestimmte Epochen mit allem drumherum künstlich erschaffen werden und die Menschen haben sich strikt an das Protokoll zu halten. Jegliche Annehmlichkeiten, die der Fortschritt mit sich bringen würde, werden abgelehnt.

Die Schauplätze werden so realistisch beschrieben, dass man sie direkt vor Augen hat.
Besonders spannend fand ich, dass das Gefängnis seine Insassen überall beobachtet und alles mit bekommt. Ich habe die roten Augen förmlich vor mir gesehen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und man wird von der ersten Seite an in den Bann von Claudia und Finn gezogen. Es sind auch keine typischen Helden, denn beide haben ihre Macken und schlechten Seiten.

Das Buch hat mich auf den ersten Blick durch das wunderschöne Cover in seinen Bann geschlagen und konnte mich auch mit dem Inhalt voll und ganz überzeugen!

„Jeder von ihnen besteht aus den Überresten anderer Verstorbener. Sie sind repariert, recycelt, und wenn kein organisches Material mehr zur Verfügung steht, dann werden eben andere Teile aus Metall und Plastik hinzugefügt.“

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