Mittwoch, 28. Mai 2014

Rezension: Untot - Lauf, solange du noch kannst

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Autor: Kirsty McKay
Titel: Untot - Lauf, solange du noch kannst
Reihe: Untot, 1. Teil
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Jugendbuch
ISBN: 9783551520418


 
Klappentext

Mr Taylor reißt den Kopf nach oben. Er sieht uns. Dann stößt er ein langes Ächzen aus, streckt die Hände vor und kommt direkt auf den Bus zugewankt. Er wirkt...hungrig.


Meine Meinung

Nach dem Tod ihres Vaters zieht Bobbys Mutter mit ihr zurück nach England und zu allem Überfluss steht als erstes eine Klassenfahrt an. Auf dem Rückweg kommt es während eines Busstopps zur Zombieapokalypse! Während Bobby und ihr Mitschüler Smitty mit dem Fahrer im Bus warten werden ihre Mitschüler in der Raststätte schlagartig dahin gerafft. Nur Alice schafft es hinaus und zurück zu den anderen in den Bus. Während sie noch versuchen sich darüber klar zu werden, was drinnen passiert ist, werden sie auch schon überrannt und müssen sich aus dem Staub machen. Denn auch der Bus ist nicht mehr sicher...

Obwohl man natürlich nicht vergessen darf, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, kommen mir die Zombies doch etwas zu kurz. Am Anfang des Buches geht es zwar sofort richtig los und man ist mitten im Geschehen, aber in der Mitte stehen andere Sachen für meinen Geschmack zu viel im Mittelpunkt und werden zu intensiv behandelt. Ich bin zwar auch kein Fan von sinnlosem Gemetzel, aber die Zeit in der Burg, in die sich die Kids flüchten können, finde ich zum Beispiel zu langatmig. Hier tauchen fast gar keine Zombies auf.
Trotzdem gibt es die ein oder andere ziemlich brutale Stelle...

"Da, wo der Kopf sein müsste, ist nichts, nur ein blutiger Stumpf. [...] Maden wimmeln in dem Loch aus Fleisch, das einmal eine Kehle gewesen ist."

Auch die Charaktere konnten mich leider nicht richtig überzeugen. Sie sind wirklich klischeehaft und flach. Da hätten wir zum Einen den typischen Macho Smitty, der die Truppe von Anfang an nach vorne treibt, den Streber Pete, die Oberzicke Alice, die einen nervigen und oberflächlichen Spruch nach dem anderen raus haut, und zu guter letzt Bobby, die Neue in der Klasse und Außenseiterin. Schade, daraus hätte man mehr machen können.

Der Schreibstil ist locker und die Geschichte ist gespickt von schwarzem, trockenen Humor. Trotzdem konnte mich das Buch leider nicht richtig fesseln. Als leichte Unterhaltung ist es aber nicht verkehrt. Und auch wenn das Ende für Zombie-Fans vorhersehbar ist, ist es ein netter Cliffhanger.



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