Montag, 14. Juli 2014

Rezension: Indigo - Das Erwachen

Autor: Jordan Dane
Titel: Indigo
Reihe: Das Erwachen, 1. Teil
Verlag: Darkiss
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Jugendbuch
ISBN: 9783956490170


Klappentext

Als Rayne Darby die Nachricht ihres Bruders Luke auf ihrem Anrufbeantworter hört, ist sie völlig verwirrt. Überstürzt macht Rayne sich auf die Suche, bemerkt jedoch bald, dass sie verfolgt wird. In einem Tunnel sieht sie dann plötzlich ein blaues Licht, das von einem fremden Jungen ausgeht. Er hat die Arme ausgestreckt, die Lippen geöffnet in einem stummen Schrei - und ihre Verfolger ergreifen die Flucht.
Ihr Retter heißt Gabe - mehr gibt er nicht von sich preis. Er scheint jedoch zu wissen, wo Luke steckt...


Meine Meinung

Raynes Bruder Luke lebt in einer psychiatrischen Klinik, in die ihn seine andere ältere Schwester Mia, Mitglied einer ominösen Kirche, hat einweisen lassen, weil er über unnatürliche Fähigkeiten verfügt. Eines Tages verschwindet der Junge spurlos und beide Schwestern machen sich überstürzt auf die Suche nach ihm - die eine heimlich, die andere mit einem großen Aufmarsch... Währenddessen trifft Rayne auf den mysteriösen Gabe, der einiges mit ihrem Bruder gemeinsam zu haben scheint.

"Sie drehte sich auf den Bauch und rutschte durch den Belüftungsschacht. Sie hoffte zwar, dass sie dabei so elegant aussah wie ein Schmetterling, der sich aus seinem Kokon schälte, aber wahrscheinlich ähnelte sie eher einem Wiener Würstchen, das langsam aus dem Hotdog-Brötchen flutschte." 

Rayne und Luke sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen und auch in Gabes Gefühlslage konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Rayne ist ein unglaublich starker Charakter. Sie lebt seit dem Tod der Eltern allein und hat, genau wie Luke, ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Schwester Mia. Über Mia hätte ich mir gerne etwas mehr Informationen gewünscht, zum Beispiel, wie sie in die Fänge der Kirche geraten ist. Gerade diese fanatische Kirche hat das Buch für mich sehr spannend gemacht. Man erfährt nur recht wenig über sie und ihre Machenschaften mit den Kindern.

Das Buch liest sich leicht und flüssig und hat auch einen humorvollen Ton. Ehe ich mich versah, hatte ich es schon durch, leider ist es ja nicht so dick.
Ich habe mich auch relativ schnell in die Geschichte eingefunden und dadurch, dass diese aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird habe ich richtig mit den einzelnen Charakteren mit gefiebert.
Positiv empfand ich auch, dass die Liebesgeschichte in diesem Buch nicht so übertrieben dargestellt wird, wie in letzter Zeit so häufig. Es kommt viel realistischer rüber.

Das Phänomen der Indigokinder wird tatsächlich in vielen Bereichen thematisiert, ob man nun daran glauben möchte oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Die Autorin beschäftigt sich auch mit der Problematik, dass die Menschen alles, was sie nicht verstehen, verteufeln.
Gefallen hat mir allerdings nicht so gut, dass die Indigo- und Kristallkinder so einen überheblichen Eindruck erwecken. Sie fühlen sich den anderen Menschen überlegen und sehen sich als eine neue stärkere Generation Mensch an.

"Kobaltblaues Feuer toste durch die Tunnel und kroch die Steinwände hoch, aber es fühlte sich nicht heißt, sondern eiskalt an. [...] Aus den blauen Flammen schossen Geistertiere hervor." 

Der erste Teil der „Indigo“-Reihe ist ein erfrischendes Lesevergnügen, dass definitiv Lust auf mehr macht und keine Langeweile aufkommen lässt! Außerdem hat es einen tiefsinnigen Nachklang, in Bezug darauf, wie man sich Unbekanntem gegenüber verhalten sollte.


Kommentare:

  1. hört sich nach einem guten Buch an → wandert auf die Wunschliste :)

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    1. Es ist auf jeden Fall mal was Neues und sehr interessant, mir hats gefallen =)

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