Donnerstag, 3. Juli 2014

Rezension: Silo

(Hier bestellen)
Autor: Hugh Howey
Titel: Silo
Reihe: 1. Teil
Verlag: Piper
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Science Fiction
ISBN: 9783492305037



Klappentext

Seit Generationen leben die Menschen unter der Erde.
Was aber, wenn die Verwüstung der Erde eine große Lüge ist?
Was, wenn das Leben im Silo nicht das ist, was es zu sein scheint?
Was, wenn der Blick nach draußen nicht durch eine Scheibe, sondern auf einen Bildschirm fällt?
Dann wird Neugier lebensgefährlch. Selbst für Juliette Nichols, die für die Sicherheit im Silo verantwortlich ist...


Meine Meinung

Nachdem Sheriff Holstons Frau Allison sich freiwillig zur Säuberung gemeldet und das Silo, in dem die letzten Menschen leben, verlassen hat, lassen ihn ihre Äußerungen nicht mehr zur Ruhe kommen und er entdeckt schnell, dass in seiner Welt nicht alles so ist, wie es scheint. Scheinbar wird den Bewohnern durch die Linsen ein falsches Bild der zerstörten Außenwelt vermittelt. Letztendlich entscheidet er sich, dass auch er das Silo verlassen möchte und wird zur Säuberung der Linsen aus dem Silo geschickt. Genau wie seine Frau macht er sich anschließend auf den Weg den Hügel hinauf und kehrt nie zurück.

Bei „Silo“ leben die Menschen seit Generationen auf engstem Raum. Die Welt außerhalb ist auf Grund einer nicht näher beschriebenen Katastrophe nicht mehr bewohnbar. Das Leben im Silo ist hierarchisch aufgebaut – ganz unten leben und arbeiten zum Beispiel die Mechaniker, ganz oben sind die Linsen und das Büro des Sheriffs und Mayors.  

Der Autor hat eine ganze Welt erschaffen und auf jegliche Details geachtet, sodass die Geschichte im Ganzen Sinn macht und noch durchdachter wirkt. So gibt es zum Beispiel jährlich eine Geburten-Lotterie für die die Bewohner Lose erwerben können, damit die Population nicht unkontrolliert steigt.

Er hat auch kein Problem damit eben eingeführte Personen ebenso schnell wieder von der Bildfläche verschwinden zu lassen, indem er sie tötet, dass gibt dem Ganzen noch einen gewissen Reiz, wie ich finde.

Ich war wirklich gefesselt von der ersten Seite an. Der Schreibstil ist einfach sehr spannend und dadurch, dass am Anfang erst einmal von Sheriff Holston und seiner Frau die Rede ist, wird man zunächst auf die falsche Fährte gelockt. ;) Die Spannung baut sich im Laufe der Zeit immer weiter auf. Ich habe mich das ganze Buch über gefragt, wie es nun weiter gehen wird und was das große Geheimnis des Silos ist.
 
Dieses Buch besteht nicht unbedingt aus so viel klassischer Science Fiction, wie man vielleicht erwarten würde und ist daher auch sehr gut für Thriller-Fans geeignet. Außerdem ist es, wie momentan viele Science Fiction Bücher, auch ein wenig gesellschaftskritisch angehaucht, was mir sehr gut gefallen hat. Es hat mich ein bisschen an den Film „City of Ember“ erinnert.
 
Silo ist ein wahrer Page-Turner und eine fesselnde Dystopie, speziell für Erwachsene, die es schafft aus der breiten Masse heraus zu stechen! Dafür würde ich auch mehr als fünf Sterne vergeben!

 

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