Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rezension: Boarderlines

(Hier bestellen)

Autor: Andreas Brendt
Titel: Boarderlines
Genre: Biografie
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783943176995




Klappentext

Andi ist ein pflichtbewusster VWL-Student, dem eine lukrative Zukunft winkt. Doch dann entscheidet er spontan, sein Konto zu plündern und nach Asien aufzubrechen. Auf Bali wird er mit dem Surfvirus infiziert, und von nun an ist das Wellenreiten seine lebensbestimmende Leidenschaft, die ihn vor eine große Entscheidung stellt: Gibt er dem inneren Feuer Zündstoff oder ebnet er den Weg für die geplante Managerkarriere?
Die Suche nach der Antwort dauert zehn Jahre und führt über unfassbare Abenteuer, durch ferne Länder, zeigt Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen, skurrilen Typen und gefährlichen Gangstern. Und sie beschreibt den ständigen Kampf mit sich selbst auf dem Weg zum persönlichen Glück.
Boarderlines ist ein autobiografischer Reise-Roman über die schönsten Wellen dieses Planeten, die Sinnsuche und die Sehnsucht nach Abenteuer. Über ein Leben zwischen Pistolen, Edelsteinen, Malaria, einer entlegenen Insel, gemeinen Ganoven, allwissenden Professoren, und deutschen Bierdosen. Über Freundschaft und natürlich über die Liebe – zum Surfen, zu Menschen, zum Leben.
Ein Erlebnis für junge Wilde und solche, die es (noch immer) werden wollen.


Meine Meinung
 
Von einem Freund lässt sich Andy spontan zu einem Surftrip in den Semesterferien nach Bali überreden. Eigentlich ist sein Freund derjenige, der gerne surft doch für Andy ist dies der alles entscheidende Anfang seiner kommenden vielen Reisen und der Punkt, an dem er mit dem Surfvirus infiziert wird.

„Jetzt kann die Reise beginnen. Eine Reise ohne Ende. Ohne Wiederkehr.“

Surfen interessiert mich eher weniger, um ehrlich zu sein habe ich damit gar nichts am Hut, doch ich habe das Buch dann doch wegen einer Empfehlung gelesen. Da es anfangs wirklich sehr surflastig ist, hat es mir zunächst nicht so gut gefallen und ich kam erstmal nur schwer in die Story rein.
Ich kann es allerdings sehr gut nachvollziehen, dass es den Autor immer wieder in die Ferne und auf Reisen gezogen hat und er jede Gelegenheit genutzt hat um dem Alltag zu entfliehen.

Er berichtet sehr authentisch und auch humorvoll von seinen Erlebnissen und lässt auch die unschönen Begegnungen und Momente ebenso aus wie seine gelegentliche Unsicherheit und sein Heimweh nach Deutschland, seiner Familie und einem geregelten Leben. Daher finde ich es wirklich lobenswert, dass er es trotz seiner vielen Reisen geschafft hat sein Studium nebenbei erfolgreich abzuschließen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Andy macht eine erstaunliche Entwicklung durch, lernt immer mehr dazu, wird immer besser, arbeitet an sich selbst und wird sogar Campleiter in Frankreich.
Er ist auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn seines Lebens…soll er seiner Leidenschaft nachgehen, mit wenig und unsicherem Einkommen – oder auf seinem Studium aufbauen und ein stabiles Standbein haben?
Zum Ende hin geht es immer mehr um das Reisen an sich, was er von seinem Leben erwartet und was ihn ausfüllt, das hat mir sehr gut gefallen.

„Wer mir einen nachvollziehbaren Grund nennen kann, erwachsen zu werden, bekommt sämtliches Gold der Welt, einen Oscar in allen Kategorien und sei gleichzeitig in die Hölle verbannt.“

Andys Geschichte hat mich wirklich fasziniert und ich würde am liebsten selber direkt losziehen. Ich bin schon gespannt auf sein zweites Buch!


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