Mittwoch, 16. Dezember 2015

Rezension: Vogelfrei um die Welt


Autor: Marion Vogel
Titel: Vogelfrei um die Welt
Verlag: Kastner
Genre: Reisebericht/ Biografie
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783945296226  


  

Klappentext

"Heute bin ich endlich frei" Nach außen scheint ihr Leben perfekt: Marion Vogel hat einen gut bezahlten Job als Versicherungskauffrau, eine geschmackvoll eingerichtete 2-Zimmer-Wohnung in München, einen netten Freund. Und so erwischt es die 23-jährige kalt, als ihr ausgerechnet im Urlaub in Ägypten klar wird, dass sie ihr behütetes Leben dringend umkrempeln muss, wenn sie wirklich glücklich werden will. Hals über Kopf beendet sie Ihre Beziehung, kündigt den Job - und wagt den Neustart als Tauch-Guide in Ägypten. Der Auftakt zu einer langen Reise zu sich selbst: Sie wird Fotografin und reist jahrelang um die Welt, um ihre Sehnsucht nach fernen Ländern und fremden Kulturen zu stillen, die Freiheit zu genießen und die eigene Spiritualität zu finden. Heute ist Marion Vogel wieder zurück in München. Nach jahrelanger Arbeit für eine Boulevardzeitung arbeitet sie heute für diverse Magazine, Wirtschafts-, Kunst- und soziale Projekte. Privat hat sie die große Liebe gefunden.


Meine Meinung

Die junge Marion Vogel hat eigentlich keinen Grund unzufrieden mit ihrem Leben zu sein, doch trotzdem stellt sie während des Urlaubes fest, dass dieses Leben sie nicht ausfüllt und ihr etwas Wichtiges fehlt. Sie beschließt kurzerhand alles hinzuschmeißen und den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Also reist sie los, auf der Suche nach ihrer Leidenschaft und sich selbst…zunächst als Tauchguide in Ägypten - dann entdeckt sie die Fotografie für sich.

„Mein Leitsatz für diese Reise stammte aus Marlo Morgans „Traumreisende“: „Geh einfach los. Glaube an dich selbst und vertraue auf den Weg.“ 

Ich finde es außerordentlich mutig von ihr als Frau alleine solche Reisen zu unternehmen und beneidenswert, dass sie diesen Schritt in die Ungewissheit gewagt hat. Dabei kommt sie ganz unten an und schafft es umso stärker aus diesem Loch hervorzugehen. Sie erzählt im Laufe des Buches immer mehr über sich selbst, ihre Sorgen, Probleme und Ängste. Es hat mir besonders gefallen, dass sie auch keine Scheu hatte auf die unangenehmen Momente ihrer Reise einzugehen. Auch der Weg, den sie in Deutschland als Fotografin geht, ist sehr erlebnisreich.


Das Buch liest sich sehr schnell und hat mich sofort gefangen genommen. Ich habe es nur ungerne aus der Hand gelegt und die eingestreuten Fotos haben es mir noch leichter gemacht, mich in der bildhaften Erzählung zu verlieren.

„Überall in diesem Land waren atemberaubende, goldene Pagoden zu besichtigen, damit verdeutlichen die Myanmarer ihren Glauben zur Lehre Buddhas.“

Was mir allerdings nicht besonders gefallen hat sind zum einen die zunehmenden Abschnitte über ihre Suche nach der großen Liebe und ihre damit verbundenen Sorgen. Meiner Ansicht nach sind die bereisten Länder, Menschen und Erfahrungen in diesen Ländern dadurch zum Ende hin etwas zu kurz geraten.
Zum anderen gefiel mir die leicht spirituelle Richtung, die das Buch nach einer Weile einschlägt, nicht so sehr.
Das ist allerdings nur ein kleiner Abzug in meiner Gesamtwertung, denn „Vogelfrei um die Welt“ ist wirklich ein außerordentlich toller und kurzweiliger Reisebericht, der sich wie ein Roman liest.


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