Freitag, 12. Februar 2016

Rezension: Als der Bär am Zelt anklopfte

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Autor: Florian Prüller, Klara Prinz-Prüller
Titel: Als der Bär am Zelt anklopfte
Verlag: Tyrolia 
Genre: Reisebericht
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 9783702234133



Klappentext

Frisch verheiratet erfüllen sich Klara und Flo einen lang gehegten Traum: Mit zwei Fahrrädern und einem Herzen voller Abenteuerlust brechen sie für ein Jahr lang auf, um sich und die Welt zu entdecken. Diese Hochzeitsreise der anderen Art führt sie nach Island, quer durch die USA, nach Zentralamerika, Patagonien, Südostasien und Ostafrika. Ein symphatisch junger, leichtfüßiger und stark bebilderter Reisebericht für alle, die Fernweh kennen.


Meine Meinung 

Flo und Klara nutzen ihre Hochzeitsreise um mit dem Fahrrad um die Welt zu reisen. Dabei verschlägt es sie nach Island, quer durch die USA, nach Zentralamerika, Patagonien, Südostasien und Ostafrika. 

Direkt die Einführung hat mir die beiden Autoren sehr sympathisch gemacht: ich finde ihre Idee, ihre Hochzeitsreise für ihren gemeinsamen Traum zu nutzen, sehr gelungen! Und so „stolpern“ sie hin und wieder recht chaotisch und zum Teil unvorbereitet von einem Abenteuer in das nächste. Genauso würde es mir wahrscheinlich auch ergehen.

Obwohl beide sehr sportlich sind, insbesondere Flo, geraten sie unterwegs regelmäßig an ihre körperlichen Grenzen und beschreiben voller Humor und Witz, wie sie sich gegenseitig wieder aufbauen und anstacheln und sich trotz diverser Schwierigkeiten nicht gegenseitig aus den Augen verlieren sondern immer näher zusammenwachsen.

Während des Lesens erhält man unterschiedliche Einblicke, da die Texte zum einen aus Flo’s Perspektive und zum anderen aus Klara’s geschrieben wurden und die beiden haben durchaus hin und wieder eine andere Wahrnehmung bzw. Sichtweise.  Dabei  werden ihre Schilderungen durch unzählige anschauliche und wunderschöne Fotos der Reise und eingängige Landschaftsbeschreibungen gestützt.

Ich fand das Buch besonders spannend, da der Schwerpunkt nicht, wie man vielleicht erwarten würde, auf dem Radfahren liegt, sondern auch sehr viel über die großartigen Erfahrungen der beiden und die vielfältigen Menschen, die sie getroffen haben, geschrieben wird. Besonders die Beschreibungen aus Asien und Afrika und das Leben der Menschen dort haben mich sehr bewegt.

Das Buch ist ideal für jeden, den das Fernweh gepackt hat und der auf eine etwas andere Art und Weise um die Welt reisen möchte. Vor allem wird man  auf Dinge aufmerksam, an  die man so vielleicht nicht denken würde, wenn man selber über so eine Reise nachdenkt. Für mich ist das Fernreisen per Rad durch dieses Buch definitiv eine neue spannende Option geworden!

Ich habe nun schon mehrere Reise-/ Erfahrungsberichte gelesen, bei denen es sich oft um eine emotionslose Aneinanderreihung von Reiseetappen handelte – dieses Buch ist keinesfalls so! Es ist lustig, unterhaltsam, humorvoll, chaotisch, menschlich, liebenswert und anschaulich!

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