Freitag, 18. November 2016

Rezension: Die Spur ins Schattenland

(Hier bestellen)

Autor: Jonathan Stroud
Titel: Die Spur ins Schattenland
Verlag: cbj 
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Jugendbuch
ISBN: 9783570225974



Klappentext

Alle denken, Max wäre ertrunken. Nur seine beste Freundin Charlie glaubt das nicht. Schließlich war sie dabei, als er am Mühlsee ins Wasser sprang. Sie allein weiß, was genau dort passiert ist. Unheimliche Wesen haben ihn in eine andere Welt entführt! Aber Charlie kann Max in ihren Träumen sehen und sie ist überzeugt, sie muss nur seinen Spuren folgen, um ihn nach Hause zu holen. Und so folgt Charlie ihnen, selbst über die Grenzen dieser Welt hinaus – ins Schattenland ...


Meine Meinung

Als Charlie mit ihrem besten Freund Max am See spielt fällt er plötzlich ins Wasser und taucht nicht mehr auf. Sie springt hinterher und versucht ihm zu helfen aber nymphenartige Wesen ziehen ihn mit in die Tiefe, fast hätten sie auch sie erwischt. Charlie ist sich sicher, dass ihr Freund noch lebt und in einer anderen Welt gefangen ist. Natürlich glaubt ihr niemand und sie versucht, auf sich allein gestellt, einen Weg zu finden ihm zu helfen.

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie meine Meinung zu diesem Buch ist, denn ich hatte etwas anderes erwartet. Zum einen, weil ich Strouds andere Bücher gelesen habe, zum anderen, weil ich beim Lesen des Klappentextes auch eher eine Fantasy-Geschichte erwartete.

Es ist ganz klar ein besonderes Buch, das sich mit einem schwierigen Thema befasst. Charlies Verzweiflung und Hilflosigkeit begleitete mich das ganze Buch hindurch und hat mich selber auch oft sehr traurig gemacht, weswegen ich es nicht in eins durchlesen konnte. Sie und Max verbindet eine so tiefe Freundschaft, dass sie ihn einfach nicht im Stich lassen kann. Niemand scheint sie zu verstehen und sie ist mit ihren Gefühlen völlig allein gelassen. Die Flucht in die andere Welt, von der sie sicher ist, dass sie Max dort noch retten kann, ist ihre Art mit dem traumatischen Erlebnis umzugehen.
Mir hat die düstere, bedrückende Art, wie das Schattenland beschrieben wurde sehr gut gefallen. Ich konnte auch gut Charlies Gefühlslage nachempfinden. Mit ihr selber als Charakter wurde ich allerdings aus irgendeinem Grund nicht richtig warm.
Ich habe mir sehr viel vom Ende versprochen, leider blieben viele Fragen für mich offen und es ließ mich unbefriedigt und aufgewühlt zurück.

Das Buch ist groß, keine Frage, aber wer einen typischen Stroud erwartet wird vielleicht enttäuscht werden.


Kommentare:

  1. Hallo!

    Eine wirklich tolle Rezension! Ich habe das Buch zwar selbst nicht gelesen, aber allein vom Klappentext her hätte ich jetzt auch eher eine Fantasy Geschichte erwartet...

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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    1. Hallo Lisa,
      danke, das freut mich =)
      Da bin ich auch allein schon durch seine anderen Bücher von ausgegangen, so war es eine schöne Überraschung.
      Liebe Grüße,
      Nimue

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  2. Guten Morgen!

    Das Buch ist bei mir schon etwas länger her und für mich war es das erste von dem Autor. Mich hat es damals auch sehr fasziniert und ich fand es ganz toll umgesetzt!
    Ist etwas schwierig, sich da einzufinden, denn es ist schon sehr abgefahren - und trotzdem auchs ehr gefühlvoll.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,
      bei mir war es jetzt auch schon etwas her, dass ich es gelesen habe, ich war mir so unschlüssig..genau wie du sagst, es ist nicht ganz leicht, sich da einzufinden. Aber es ist ja auch kein leichtes Thema.
      Liebe Grüße,
      Nimue

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