Montag, 6. Februar 2017

Rezension: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

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Autor: Marie Lu
Titel: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Reihe: 1. Teil
Verlag: Löwe 
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 9783785583531



Klappentext

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...


1. Satz

Morgen früh werde ich sterben.

Meine Meinung

Das Cover finde ich sehr stimmig, da es gut zu Adelinas Beschreibung passt aber nicht zu viel verrät. Der Schreibstil ist einfach gehalten und so lässt sich die Geschichte angenehm lesen. Die Perspektivwechsel waren für mich auch sehr interessant und haben das ganze gut aufgelockert. Und die Welt hat mir auch gut gefallen und mich an das alte Italien, besonders an Venedig erinnert. Ich finde, der Schauplatz ist gut gewählt und stimmig.

Die Charaktere haben mich lange Zeit kaum für sich gewinnen oder irgendwie berühren können, da sie alle – abgesehen von Adelina und Raffaele – sehr schlicht und undurchsichtig gehalten sind und man kaum etwas über sie erfahren hat. Adelina passt nicht in das typische Heldinnen-Schema, in ihr lauert eine dunkle Kraft, mit der sie noch umzugehen lernen muss. Ich konnte leider keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen und hätte mir wirklich gewünscht, dass sie detaillierter beschrieben worden wären.

Der Anfang des Buches gefiel mir noch sehr gut, da es direkt zur Sache ging und sehr spannend war. Adelinas Schicksal hat mich sehr bewegt, denn sie ist nach dem Blutfieber schwer gezeichnet und muss unter ihrem gewalttätigen Vater leiden, der sie deswegen hasst. Streckenweise hatte das Buch dann einige Längen und ich konnte mich einfach nicht mehr so richtig dafür begeistern. Die Grundidee hat mir gut gefallen und auch der Einstieg war sehr spannend aber die Charaktere empfand ich als zu blass, die Handlung wurde zu langatmig und ich konnte den roten Faden leider nicht mehr sehen.


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