Sonntag, 12. März 2017

Rezension: Die letzten Tage der Nacht

(Hier bestellen)

Autor: Graham Moore 
Titel: Die letzten Tage der Nacht
Verlag: Eichborn 
Genre: Roman, Historisch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 9783847906247



Klappentext

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?
 
1. Satz
 
An dem Tag, an dem er Thomas Edison zum ersten Mal begegnen sollte, sah Paul im Himmel über dem Broadway einen Mann bei lebendigem Leib verbrennen.

Meine Meinung

Was zählt zu den größten Erfindungen des 19. Jahrhunderts? Die Glühbirne! Und wer hat sie eigentlich erfunden? Edison? Westinghouse? Wer war der erste? Mit dieser Frage beschäftigt sich „Die letzten Tage der Nacht“. Dabei begegnen einem große Namen: Thomas Edison und Nikola Tesla sind nur zwei von ihnen.

Der junge Anwalt Paul Cravath vertritt Westinghouse in diesem Patentstreit gegen Thomas Edison und ist für diese Aufgabe im Grunde noch viel zu unerfahren und naiv, verfügt aber über den nötigen Ehrgeiz. Er gerät schnell zwischen die Fronten und mitten in Intrigen und Lügen. Am Ende geht er als ein anderer aus diesem Rechtsstreit hervor.
Nikola Tesla wird als ein schrulliger Eigenbrötler dargestellt und die Sängerin Agnes Huntington sorgt für die nötige Prise Romantik und bringt ihr eigenes Geheimnis mit. Alles in allem haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen und wirkten sehr authentisch auf mich.

Ich konnte mit diesem technischen Thema bisher so gar nichts anfangen und bin auch nicht sehr an Physik interessiert und trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und machte die hin und wieder vorkommenden technischen Erklärungen selbst für einen Laien wie mich verständlich. Nett fand ich auch, dass die Kapitel nicht zu lang sind und jedes von einem zum Thema passenden Zitat eingeleitet wird.

Das Buch ist eine tolle Kombination aus historischen Fakten und Fiktion, die so spannend verpackt wurden, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und sehr viel Spaß beim Lesen hatte. 

 

Donnerstag, 9. März 2017

Rezension: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

(Hier bestellen)

Autor: Robin Sloan
Titel: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
Verlag: Heyne 
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783453418455 



Klappentext
 
Clay Jannon ist eigentlich Webdesigner, doch die Rezession hat ihn seinen Job gekostet. So führt ihn eine Stellenanzeige in die durchgehend geöffnete Buchhandlung von Mr. Penumbra. Clay merkt bald, dass dies keine gewöhnliche Buchhandlung ist und hier irgendetwas nicht stimmt. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Zusammen mit zwei Freunden macht er sich daran, dieses Geheimnis zu lüften.

Meine Meinung

Den Kern der Geschichte macht die urige alte Buchhandlung von Mr. Penumbra aus, bei der man sich fragt, wie sie sich noch halten kann, insbesondere, da sie laut dem Erzähler fast hauptsächlich aus den „Ladenhütern“ besteht und rund um die Uhr geöffnet hat. Die einzigen Kunden scheinen schrullige Gestalten zu sein, die hin und wieder in die Buchhandlung stürmen und nach einem ganz bestimmten Titel fragen, um diesen dann auch nur auszuleihen. Es dauert nicht lange, bis das alles dem Erzähler, Clay Jannon, seltsam vorkommt und so macht er sich mit zwei Freunden daran das Geheimnis zu lüften.

Eine davon arbeitet bei Google und es wird bei dem Versuch der Lösung auf die Spur zu kommen so viel Bezug zu Google genommen, dass es mir teilweise schon wie eine Werbemaßnahme vorkam. Dabei soll es wohl lediglich symbolisieren wie das alte Rätsel mit Hilfe neuester Technik zu entschlüsseln versucht wird.
Die Charaktere sind allesamt zwar recht flach und nicht sehr ausgearbeitet, aber das empfand ich beim Lesen nicht als Nachteil, weil es für die Geschichte nicht so eine große Rolle spielt.

Die Geschichte um das Geheimnis der kleinen Buchhandlung hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und ich hatte im Vorfeld überhaupt keine Idee, was es damit auf sich haben könnte. Die Idee ist richtig toll und durch die Rätsel spannend umgesetzt. Als ich nur noch wenige Seiten vor mir hatte war die Lösung für mich immer noch nicht in Sicht. Daher hatte ich mir auch von dem Ende etwas mehr versprochen und war ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht... Bis auf diesen kleinen Abzug hat mir dieses Buch über die Liebe zu alten Büchern und ein uraltes Rätsel aber viel Lesefreude bereitet.